Magnesium ist für den menschlichen Organismus ein lebenswichtiger Mineralstoff, der vom Körper nicht selbst produziert werden kann. Es ist an etwa 300 Prozessen im Körper beteiligt, hauptsächlich bei der neurogenen Versorgung der Muskulatur und am Eiweiß- und Kohlehydratstoffwechsel. Bis zu 60% des Körpermagnesiums befinden sich in den Knochen.
Als ein interzellulares positiv geladenes Teilchen ist Magnesium fast immer dort zu finden wo auch Calcium benötigt wird. Es ist zusammen mit Calcium und Phosphor ein wichtiger Baustein für Knochen und Zähne.
Magnesium hat auch eine wichtige Funktion in der Signalvermittlung von Nerven und Muskeln, den neuromuskulären Membranen. Es reduziert de Erregbarkeit von Muskeln und Nerven und balanciert das Nervensystem, besonders bei Angespanntheit und in Stresssituationen. Auch bei Muskelkrämpfen kann die entspannende Wirkung von Magnesium Abhilfe verschaffen.
Magnesium ist auch ein physiologischer Gegenspieler zu Calcium und verhindert Calciumüberschuss in den Muskelzellen sowie dem Herzmuskel. Magnesium reguliert den Calciumeinstrom in die Herzmuskelzellen in dem Grade, dass eine Unterversorgung von Magnesium sogar zu Herzrhythmusstörungen führen kann. Ein ausgeglichenes Magnesium-Calcium Verhältnis ist gerade bei Herz- und Kreislaufproblemen besonders wichtig. Auch bei Bluthochdruck kann Magnesium einen regulierenden Einfluss haben. So wurde festgestellt das Magnesium den systolischen, also den oberen Blutdruckwert, leicht senken kann.
Ernährungsforscher stellten fest, dass 66% der Frauen und 59% der Männer in den entwickelten Ländern, nicht die täglich erforderliche Menge von 300 bis 350 mg Magnesium mit der Nahrung aufnehmen. Zwar kann der Organismus einen Magnesiummangel für eine gewisse Zeit ausgleichen in dem er das in den Knochen eingelagerte Magnesium freisetzt. Für eine dauerhafte ausreichende Magnesiumversorgung sollte aber auf eine entsprechende Ernährung geachtet werden.
Hauptursache für Magnesiummangel im Körper sind die überdüngten und ausgelaugten Agrarböden, sehr weiches Trinkwasser, einseitige Fett- und eiweißreiche Ernährung, Alkoholgenuss, Abführmittel, aber auch Stressbelastung können Ursache sein. Es wurde auch festgestellt, dass besonders Diabetiker vermehrt an Magnesiummangel leiden.
Bei Magnesium-Mangelerscheinungen können zahlreiche unterschiedliche Beschwerden auftreten wie Muskel- und Wadenkrämpfe, Unruhe, Zittern, Schwindel, Verwirrtheit, Herzjagen, gesteigerte Erregbarkeit der Muskulatur, Kribbeln und Taubheitsgefühl in den Fingern oder Hyperaktivität.
Magnesium als Nahrungsergänzung dämpft und beruhigt bei Übererregbarkeit, Unruhezuständen, Krämpfen, Herzrhythmusstörungen. Es reguliert den Herzrhytmus, verbessert die Sauerstoffzufuhr zum Herzen, trägt zum allgemeinen Wohlbefinden und zur Erhöhung der Leistungsfähigkeit bei.